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Konsumkritische Stadtführung PDF Drucken E-Mail

Am Donnerstag, den 12.11.2009 in der 5. und 6. Stunde waren wir, die R8c bei einer „Konsumkritischen Stadtführung“ dabei. Diese Führung wurde von den Studenten Feneke und Felix geleitet und fand im Rahmen des XENOS-Projektes statt.

 

 

Unsere Führung begann vor Karstadt, wo die beiden uns die Begriffe „Globalisierung und Konsum“ erklärten. Dann gingen wir zu einem Klamottenladen. Als wir dort waren, nahm Feneke eine blaue Plane, worauf die Welt gezeichnet war aus einem Einkaufswagen, den wir die ganze Zeit mitgeschoben haben, heraus. Sie breitete die Plane aus und berichtete uns, welchen Weg unsere Jeans machen, bis sie zusammengelegt im Jeansladen liegen.

 

 

Die Reise beginnt in Kasachstan, wo mit einem hohen Wasserverbrauch unsere Baumwolle hergestellt wird. Die Baumwolle kommt dann nach China, wo sie mit Maschinen aus der Schweiz gesponnen wird. Danach geht’s für die gesponnene Baumwolle ab nach Taiwan. Dort wird sie mit Farbe aus Deutschland gefärbt. Weiter geht’s zum Nachbarland Polen, wo ordentlich gewebt wird. Ach ja, die washing-labels kommen übrigens aus Frankreich. Das Zusammennähen findet dann auf den Philippinien statt. In Griechenland wird die Jeans dann fertig gestellt. Jetzt erst werden die fertigen Jeans von einer Marke gekauft. Diesen langen Weg musste jede einzelne Jeans gehen, bis sie in den Regalen liegt und wir sie kaufen können.

 

 

Mit diesen wertvollen Informationen gingen wir zu einem Handygeschäft in der Bäckerstraße. Dort erzählte uns Felix sehr viel über das Handy. Wusstet ihr, dass 105 Handyverträge auf 100 Einwohner (Babys mitgezählt) abgeschlossen sind? Dass bedeutet, dass mehrere Einwohner mindestens 2 Handys besitzen müssen!!! Wir fanden sehr erstaunlich, dass unser Handy ein kleines Teil von Coltan (ein sehr seltenes und teures Metall) enthält. Für diese Coltanmienen bringen sich die Leute in Kongo gegenseitig um. Außerdem enthält unser Handy eine winzige Menge von 0,034g Gold. Diese 0,034g Gold werden aus 100kg Gestein gewonnen. Um das Gold aus dem Stein zu gewinnen, muss der Stein mit giftigen und umweltschädlichen Chemikalien behandelt werden. Es muss uns also bei einem Handykauf bewusst werden, dass vielleicht mehrere Menschen für unser Handy gestorben sind. Die nicht gewollten Handys, die wir in die Mülltonne schmeißen, werden in Indien auf offener Straße auseinander genommen, um die wertvollen Metalle zu retten. Die Menschen, die das machen, erhalten nicht viel Geld für ihre Arbeit. Dabei ist sie sehr gefährlich da aufgeschraubten Handys giftige Dämpfen enthalten.

 

 

Nachdem uns Felix dies alles gesagt hatte, gingen wir zu einem Fast-Food-Laden in der Innenstadt. Dort erzählte uns Feneke etwas Schlimmes über unsere schmackhaften Burger. Die Rinder, von denen wir das Fleisch bekommen, werden in Massentierhaltung gezüchtet. Diese Rinder fressen sehr viele Sojabohnen. Die Sojabohnen kommen aus Südamerika, wo unglaublich viele Sojabohnenfelder stehen. Ratet mal, von wo wohl der ganze Platz für die Felder herkommt! Ihr wisst es nicht?? Es ist der REGENWALD, der dafür abgeholzt wird. Die Sojabohnen werden mit Gentechnik behandelt, damit sie besser aussehen und besser schmecken. Die Fleischproduktion ist sehr umweltschädlich. 

 

 

Damit war die sehr spannende Konsumkritische Stadtführung auch schon beendet. Unsere persönliche Meinung ist, dass es sehr faszinierend und interessant, aber auch teilweise sehr schockierend war. Wir hoffen, dieser Bericht war sehr schön, aber auch anregend zum Nachdenken. Vielleicht ist er ja auch eine Anregung dafür, sein Kaufverhalten zu ändern. 

 
 

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